In der Woche vor Ostern haben wir uns in der Kita Bergland in Nordhorn im Morgenkreis intensiv mit der Ostergeschichte beschäftigt. Grundlage war das Buch „Lukas und die Ostergeschichte“, dass die Ereignisse rund um Ostern kindgerecht erzählt.
Gemeinsam mit dem kleinen Esel Lukas haben wir jeden Tag einen neuen Teil der Geschichte kennengelernt. Schritt für Schritt konnten die Kinder die wichtigsten Stationen erleben und verstehen.
Begonnen haben wir mit dem Einzug Jesu in Jerusalem. Mit selbstgebastelten Palmenwedeln haben die Kinder die Szene lebendig nachgestellt und Jesus begrüßt. In den folgenden Tagen hörten wir von der Segnung der Kinder, dem letzten Abendmahl, Jesu Gebet im Garten, dem Verrat, der Festnahme und der Kreuzigung.
Am Ende der Woche stand die Auferstehung im Mittelpunkt – eine Botschaft von Hoffnung, die die Kinder besonders bewegt hat.
Ein besonderes Highlight war unser Erzähltisch: Gemeinsam haben wir die Geschichte mit Figuren und Materialien gestaltet und immer weiter aufgebaut. So konnten die Kinder das Geschehen aktiv miterleben und begreifen.
Diese intensive Auseinandersetzung hat den Kindern einen einfühlsamen und altersgerechten Zugang zur Ostergeschichte ermöglicht.
Die Beschäftigung mit der Ostergeschichte bietet den Kindern die Möglichkeit, zentrale Werte wie Hoffnung, Vertrauen, Gemeinschaft und Mitgefühl kennenzulernen. Durch das gemeinsame Hören, Nachspielen und Gestalten der Geschichte werden emotionale Kompetenzen gestärkt: Die Kinder setzen sich mit Gefühlen wie Freude, Trauer, Angst und Hoffnung auseinander und lernen, diese einzuordnen und auszudrücken.
Religionspädagogisch eröffnet die Ostergeschichte erste Zugänge zu christlichen Traditionen und Symbolen. Die Kinder lernen religiöse Inhalte in einer für sie verständlichen Form kennen und können Fragen stellen, eigene Gedanken entwickeln und über existenzielle Themen wie Leben und Tod sprechen. Dabei steht nicht das reine Vermitteln von Wissen im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erleben, Deuten und Verstehen.
Auch sprachlich profitieren die Kinder von der intensiven Beschäftigung mit der Geschichte. Durch das tägliche Erzählen, Wiederholen und Nachspielen erweitern sie ihren Wortschatz und ihre Ausdrucksfähigkeit. Sie lernen, Erzählzusammenhänge zu verstehen und wiederzugeben, was ihre narrative Kompetenz stärkt. Gespräche im Morgenkreis fördern zudem das Zuhören, das Formulieren eigener Gedanken sowie den Austausch in der Gruppe.
Darüber hinaus werden durch kreative Angebote wie das Basteln der Palmenwedel und die Arbeit am Erzähltisch feinmotorische Fähigkeiten sowie die Fantasie angeregt. Das gemeinsame Tun stärkt das Gemeinschaftsgefühl und ermöglicht den Kindern, sich aktiv und selbstwirksam in den Lernprozess einzubringen.

